Erstellt von Dr. Bernd Uwe Althaus |

Pressemitteilung des Erzbistums Hamburg

Information zur Zukunft des katholischen Schulwesens im Erzbistum Hamburg

Hohe Erwartungen an die Umsetzung der Vorhaben für den Bildungsbereich, KEG und auch die Katholische Elternschaft (KED) reagieren mit Empörung.

Schockiert reagieren Bundespräsidium und der Hamburger Landesvorstand der KEG auf das jüngst in einer Pressemitteilung veröffentlichte Sparkonzept des Bistums Hamburg. Das Erzbistum versucht, das Bekenntnis zur Zukunft von 13 Schulen als den positiven Teil der Nachricht zu vermelden. Liest man allerdings den weiteren Teil aufmerksam, wird das Ende für 8 Schulen eingeläutet, das mit einem Stopp für die Einschulung zum Schuljahr 2018/19 eingeläutet wird. 

"Eine finanzielle Konsolidierung in einem Bistum ist eine wichtige Aufgabe, diese Einschnitte im Bereich der Verantwortung für Bildung und Erziehung sind eine falsche Prioritätensetzung des Erzbistums", resümiert der Bundesvorsitzende der KEG die Neuigkeiten aus Hamburg.

Link zur Pressemitteilung des Erzbistums Hamburg

 

 

Deutliche Worte findet auch die Katholische Elternschaft (KED) zum Vorstoß des Erzbistums Hamburg. In der Presseerklärung der KED heißt es: „Ich bin entsetzt über die Pläne des Erzbistums Hamburg. Die Neuevangelisierung ist offenbar nur eine Worthülse, mit der man um sich wirft. Unsere katholischen Schulen sind pastorale Räume, in denen Kinder und Jugendliche den Glauben kennenlernen können. Sich dieser Chance zu berauben ist, als würde man sich selbst die Zunge herausreißen“, sagt Marie-Theres Kastner, die Bundesvorsitzende  der Katholischen Elternschaft Deutschlands (KED).

Schule und Bildung seien keine Frage von Wirtschaftlichkeit und entzögen sich letztendlich den Beurteilungskriterien einer Unternehmensberatung wie „Ernst & Young“, so Kastner. Die Deutsche Bischofskonferenz hat erst vor Kurzem „Sieben Thesen zum Selbstverständnis und Auftrag Katholischer Schulen“ veröffentlicht
(download: https://www.dbk-shop.de/media/files_public/vvgssbohk/DBK_11102.pdf).

„Diese müssen in den Ohren der Hamburger Schüler und Eltern wie Hohn klingen. Angesichts bundesweit üppig sprudelnder Einnahmen aus der Kirchensteuer mahnen wir dringend die Solidarität der reichen, volkskirchlich geprägten Diözesen mit den finanziell schlechter gestellten Diaspora-Diözesen im Norden und Osten der Republik an. Es kann nicht sein, dass es sich nur reiche Diözesen leisten können, missionarisch tätig zu sein“. Schule sei eine wesentliche missionarische Aufgabe der Kirche, weil hier auch viele nicht-christliche Schüler über den Ethik-Unterricht hinaus, erstmals Kontakt mit dem christlichen Menschenbild bekämen. „Das Handeln der Erzdiözese konterkariert geradezu, was wir darunter verstehen“. Gespräche mit Schülern, Eltern und der Politik und den Bischöfen reicherer Diözesen seien jetzt dringend nötig, um die Schulschließungen noch abzuwenden. 

"Es ist gut“, so der KEG Bundesvorsitzende, Dr. Bernd Uwe Althaus, „dass die gute Zusammenarbeit der Katholischen Eltern mit der Interessenvertretung der Lehrer und Erzieher gemeinsam eine deutliche Position bezieht. Es ist noch nicht zu spät! Die Pläne für die Schulschließungen im Erzbistum Hamburg müssen vom Tisch. Gemeinsam kann die Rettung gelingen“, so beide Vorsitzende.

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