Erstellt von Dr. Bernd Uwe Althaus |

Lehrkräftebedarf und Digitalisierung

KMK-Jahresgespräch

Zum turnusmäßigen Jahresgespräch zwischen Lehrerorganisationen und KMK hatte Helmut Holter, Präsident der KMK, am 15.03.2018 in die Räume der KMK in Berlin geladen. Auch die KEG war durch ihren Bundesvorsitzenden vertreten.

Für beide Themenbereiche haben die dbb-Verbände und auch auch unsere Spitzenorganisation selbst Positionspapiere und laufende Arbeitsprozesse. Der Themenbereich Digitalisierung wurde durch den dbb-Vize J. Böhm einführend dargestellt. Die Erwartungen der Verbände an die KMK und die Landesminister wurde deutlich: Es gibt eine Vielzahl von "Baustellen", die aber einer systematischen Bearbeitung bedürfen. Dabei muss gerade das Thema der Entwicklung des Unterrichts unter der Maßgabe der Entwicklung des digitalen Bereichs intensiv beleuchtet werden. Die Verantwortung der Pädagogen hierfür sowie die Bedeutung der Medienkonzepte der Einzelschule wurde hier verdeutlicht. Der Bundesvorsitzende der KEG formulierte die Erwartungen der Lehrerorganisationen sehr klar, hier auf Qualität zu setzen und aus Sicht der obersten Bildungsbehörden gerade die Frage nach systematischer Entwicklung, nach Leistbarkeit und nach Sinnhaftigkeit in das Zentrum zu stellen. 

Einen breiten Raum nahm im Jahresgespräch der zweite Themenschwerpunkt - der Lehrerbedarf sowie das Thema Seiten- und Quereinsteiger - ein. Es besteht unter allen Gesprächspartnern kein Dissens, dass immer das oberste Ziel ist, grundständig ausgebildete Lehrkräfte für die Schulen einzustellen. Versäumnisse in der sachgerechten Fortschreibung von Ausbildungskapazitäten, aber auch die Studienwahlentscheidungen junger Menschen sind ursächlich für das vielerorts akute Problem. Konsens bestand auch in der Einschätzung, dass Unwägbarkeiten bestimmter Entwicklungen - von der Zuwanderung bis zu inhaltlichen Entwicklungen im Bildungssektor - dafür verantwortlich sind, dass die Prognoseberechnungen eher einem Kaffeesatzlesen als zuverlässigen Berechnungen gleichen.

Die Gesprächspartner waren sich einig, in beiden Themenbereichen die Zusammenarbeit - konkret und auf Arbeitsebene - fortzusetzen. Mit einer sehr wertschätzenden Einschätzung zur Arbeit von Verbänden und Gewerkschaften und vor allem des ehrenamtlichen Engagements beendete KMK-Präsident Holter die Gesprächsrunde in Berlin.

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