Presseerklärung des Deutschen Lehrerverbandes vom 14.01.2019

Deutscher Lehrerverband wirft Bildungspolitik schwere Versäumnisse vor

Schwerwiegende Versäumnisse in der Schul- und Bildungspolitik hat zu Jahresbeginn der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sowohl der Mehrzahl der Schulminister als auch dem Bundesbildungsministerium vorgeworfen.

Er betonte: „Ich hätte mir vor einigen Jahren noch nicht vorstellen können, dass eine Reihe von Ländern bei eigentlich absehbaren Problemen und Herausforderungen wie Lehrermangel, Unterrichtsausfall oder Schulsanierung in einem so großen Umfang versagt, wie dies derzeit der Fall ist.“ Als Beispiel nannte er die Tatsache, dass vielerorts die Lehrerversorgung nur mit qualitätsgefährdenden Notmaßnahmen aufrecht erhalten werden konnte, wie etwa die massenhafte Einstellung von pädagogisch nicht qualifizierten Quereinsteigern. 

Als weiteres Beispiel für die verbreitete Unfähigkeit der Bildungspolitik, die aktuellen Herausforderungen zukunftsorientiert zu lösen, nannte der Verbandsvorsitzende das vorläufige Scheitern des Digitalpakts. Wörtlich sagte er: „Man kann keinem Betroffenen mehr erklären, warum es seit zwei Jahren nicht gelungen ist, die für den Digitalpakt vorgesehenen Mittel für eine zeitgemäße IT-Ausstattung von Schulen auch wirklich bereitzustellen und vor Ort ankommen zu lassen. Letztendlich fördert das die Demokratieverdrossenheit gerade in Zeiten, in denen wir dringend mehr Vertrauen in unsere demokratischen Institutionen bräuchten.“

Die KEG unterstützt als Mitgliedsverband im DL ausdrücklich die Forderung an die Landesregierungen und das Bundesbildungsministerium, endlich ihre Hausaufgaben zu machen und den drohenden Qualitätsverlust zu stoppen.

Für Stellungnahmen erreichen Sie DL-Präsident Heinz-Peter Meidinger unter 0172 – 28 45 840.

Die Presseerklärung zum Download

Für den Inhalt verantwortlich: Geschäftsstelle Deutscher Lehrerverband – Anne Schirrmacher 

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