Erstellt von Dr. Bernd Uwe Althaus |

Stavanger-Erklärung zur Zukunft des Lesens

130 Forscher aus mehr als 30 Ländern sorgen sich um die Zukunft des Lesens in der digitalen Gesellschaft. Geht eine Kulturtechnik verloren? Die KEG fordert eine intensive Auseinandersetzung mit Chance und Gefahren, wehrt sich aber auch gegen einseitige Interpretationen.

Vier Jahre haben die Wissenschaftler im intensiven Austausch gestanden. Sie verstehen die Digitalisierung als unumkehrbaren Entwicklungssprung. Dieser ist aussichtsreich, allerdings sind die Folgen unabsehbar. Es ist deshalb von besonderer Bedeutung, das sowohl Wissenschaft als auch wir als Pädagogen uns damit auseinandersetzen - nicht im Bild einer "Maschinenstürmerei" doch in aller Sachlichkeit und Konsequenz.

Dr. Bernd Uwe Althaus sagte gegenüber der FAZ hierzu: Die Digitalisierung findet in unserer Gesellschaft auf so breiter Front und in so großer – nur von der technologischen Machbarkeit – beeinflussten Geschwindigkeit statt, dass es uns (Schule) schwerfällt, fundiert und schnell zu reagieren. Andere Innovationen – wie zu meiner eigenen Schulzeit die Einführung des Overhead-Projektors oder auch des Taschenrechners – konnten eher begleitet und überlegt in die pädagogische Arbeit eingewoben werden – mit Chancen und Nachteilen und erforderlichen Konsequenzen. Aus der angedeuteten Geschwindigkeit und der innovativen Erneuerungsrate der Technik ergibt sich auch für die Wissenschaft die Schwierigkeit, Erkenntnisse zu finden und Empfehlungen abzuleiten. Am Beispiel des Lesens auf digitalen Endgeräten sehe ich hier z.B. den Unterschied zwischen Bildschirmen als Standgeräten, mobilen Lesegeräten – wie Tablets, Displayunterschieden z.B. zwischen LED, OLED oder E-Paper sowie „normalen“ Bildschirmen und touch-fähigen Displays.

Die mit der Stabanker Erklärung vorgelegten Erkenntnisse lassen durchaus eine gründliche Analyse und eine sachliche Bewertung der Herausforderungen erkennen und ich schätze sie als hilfreich für unsere Arbeit ein. Als Verband werden wir uns in unseren Fachgremien mit der Erklärung auseinandersetzen, aber auch mit den weiteren Erkenntnissen, wie der Rolle der Handschrift für die Hirnentwicklung und die Feinmotorik. In diesem Zusammenhang verwies Althaus auf den Wert des diesjährigen KMK-Entwicklungsschwerpunktes: Bildungssprache Deutsch!"

 

Link zur Originalseite mit der Veröffentlichung der Erklärung

Eine deutschsprachige Version finden Interessenten unter anderem unter LINK

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