Erstellt von Norbert Bocksch |

Zweite Informationsveranstaltung zur Umsetzung des geplanten Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder

Im Bundesministerium für Bildung und Forschung in Berlin fand die zweite Sitzung zum Stand der Umsetzung des geplanten Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt.

Die KEG Deutschlands wurde durch den stellvertretenden Bundesvorsitzenden Norbert Bocksch vertreten.

Zwischen dem ersten Treffen im Juni und dem zweiten im Oktober 2019 gab es zwei Treffen der Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft. Dort wurde der Umfang des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, mit Zustimmung der Bundesländer, definiert.

Der Umfang der Ganztagsbetreuung beträgt acht Zeitstunden je Wochentag für die Klassen 1 bis 4, auch in den Ferien. Die Unterrichtszeit ist mit eingerechnet, längere Betreuungszeiten sind möglich. Jedes Grundschulkind hat einen Rechtsanspruch auf täglich acht Stunden Betreuung.

Die Bund-Länder-Arbeitsgemeinschaft beauftragt das Deutsche Jugendinstitut aufgrund der Daten der neuesten Bevölkerungsvorausberechnung einen „Kostenvoranschlag“ zu erstellen.

Bis 2025 werden etwa drei Millionen Kinder die Grundschulen besuchen, von denen ungefähr 80% Betreuungsbedarf haben.

Für diesen Gesamtbetreuungsbedarf müssen mehr als eine Million neue Betreuungsplätze geschaffen werden, für den Ganztagsbedarf (über 14.30 Uhr hinaus) etwas 800 000 Plätze.

Die bisherigen Kosten übernehmen die Länder, der Bund, bei bestehendem Rechtsanspruch, den Rest. Diese Gelder aus dem Koalitionsvertrag und aus dem Sondervermögensinvestitionsgesetz erhalten die Länder aber nur, wenn sie den Umfang des definierten Rechtsanspruchs erfüllen.

Die Länder sind auch für die Ausbildung, die Auswahl und den Einsatz der Fachkräfte in der Betreuung zuständig. In der Ganztagsbetreuung übernehmen Erzieherinnen und Erzieher die Betreuung, im gebundenen Ganztag teilen sich Lehrkräfte und Erzieherinnen je zur Hälfte die achtstündige Betreuung.

Der Bedarf an Fachkräften für die Ganztagsbetreuung ist groß, ebenso der für Lehrkräfte zur Ausbildung dieser Fachkräfte.

An einem gemeinsamen Bildungsverständnis wird derzeit mit dem Deutschen Jugendinstitut und den Länderkommissionen gearbeitet, auch an der Integration der Kooperationszeiten zwischen Lehrkräften und Erzieherinnen in die jeweiligen Arbeitszeiten.

gez. Norbert Bocksch, stellv. Bundesvorsitzender

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