5. Seniorenpolitische Fachtagung des dbb

Wohnen im Alter

Die 5. Seniorenpolitischen Fachtagung am 21.Oktober 2019 im dbb berlin beleuchtete mit Fachleuten aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Gewerkschaften die verschiedensten Aspekte der politischen Versäumnisse der vergangenen Jahre im sozialen Wohnungsbau und deren gravierende Auswirkungen auf die Wohnsituation einer alternden Gesellschaft.

Die KEG Deutschlands wird in der Bundeseniorenkommission des dbb vom stellvertretenden Bundesvorsitzenden Norbert Bocksch als Nachfolger von Jürgen Pache vertreten.

Der Vorsitzende der dbb bundesseniorenvertretung, Dr. Klitzing attestierte Bund, Ländern und Gemeinden wohnungsmarktpolitische Konzeptlosigkeit. Als Konsequenz aus dem 7. Altersbericht der Bunderegierung von 2017 fordert Klitzing die Schaffung von mehr generationengerechten Wohnraum  durch Neu- und Umbau, die Entwicklung alternativer Wohnformen sowie die Förderung technischer Assistenzsysteme.

Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Stefan Zierke, wies darauf hin, dass es nicht nur ein Recht, sondern auch die Plicht der Senioren sei, ihre Bedürfnisse auf allen föderalen Ebnen stark zu artikulieren, denn sie haben dafür gesorgt, dass wir alle in Deutschland gut leben können.

Professorin Elke Pahl-Weber von der TU Berlin hinterfragte in ihrem Impulsvortrag den höchst emotional besetzten Gegensatz des Wohnens in der Stadt und auf dem Land.

Größere Auswirkungen für eine gute Wohnsituation älterer Menschen hat nach Auffassung der Wissenschaftlerin das Verhältnis von erwerbstätigen Jüngeren und nicht mehr erwerbstätig Älteren zueinander. Wichtig, sorgende Gemeinschaften herzustellen und gewachsene Beziehungen. Dazu ist die Unterstützung der öffentlichen Hand, von seiten des Bundes, der Länder und der Kommunen unumgänglich.

Er ehemalige Bremer Senatspräsident Henning Scherf berichtete aus dem aufregenden Leben in seiner Mehrgenerationen WG. Es ging um die Baufinanzierung, die Verteilung der Gartenarbeit, die Nutzung des WG-Pkws, m den Aufbau eines Unterstützerkreises und um gemeinschaftliche Sterbebegleitung. Grundsätzlich ging es Henning Scherf um seniorengerechtes Wohnen und um die Autonomie der WG-Bewohner. Ältere Menschen wollen ihr Schicksal und ihre Lebensumstände nicht anderen überlassen sondern selbst bestimmen. Sie wollen Teilhabe und Teilnahme am gesellschaftlichen und politischen Leben.

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