Weltweit werden fast 70 Millionen Lehrkräfte benötigt

Bilanz zum Internationalen Tag der Bildung macht deutlich: Ziel verfehlt!

Die Forderung der Vereinten Nationen, für alle Kinder bis 2030 den Zugang zu Bildung zu ermöglichen, klingt gut. Der bis heute erreichte Stand wird von der UNESCO interpretiert: Man sei noch weit davon entfernt, die Bildungsziele zu erreichen.

Es geht um mehr, als für alle Kinder weltweit die Teilnahme an Unterricht zu sichern. Der Anspruch der Vereinten Nationen fordert Teilhabe, nimmt beim Zugang zu Bildung Fragen der Gerechtigkeit, der Inklusion, der Möglichkeit zu lebenslangem Lernen in den Blick und Fragt nach der Qualität der Bildung. Die internationale Bilanz fällt sehr differenziert aus, verdeutlicht erhebliche Defizite in der Qualität von Lehrerbildung, aber auch in deren Quantität und im Bereich Schulbau. Die Kurzatmigkeit der Politik ist einerseits das Problem, weil Investitionen in die genannten Themenbereiche ihre Wirkung in der Regel erst nach einer Dekade zeigen. Andererseits führen kleine Erfolge schnell zu Selbstzufriedenheit und bergen die Gefahr in sich, nachhaltige und anstrengende Prozesse abzubrechen oder gar nicht erst zu starten. Beim Blick auf die Ergebnisse der internationalen Leistungsvergleichsstudien in Deutschland wird das Dilemma auch deutlich, wenn einerseits kleine Erfolge bei den Leistungen von Schülern messbar sind, andererseits das Niveau der Leseleistungen Anlass zu erheblicher Sorge geben müssen. "Wir brauchen für wirkliche Fortschritte in der Bildung einerseits den langen Atem und die hohe Prioritätensetzung der politischen Entscheider, andererseits beim Blick auf die Weltbevölkerung erheblich höhere Investitionen", betont der Bundesvorsitzende der KEG Deutschlands.

zurück