KEG beim Bundesfrauenkongress 2026 des dbb
Die Bundesvorsitzende der KEG Deutschlands Gerlinde Kohl gratuliert Milanie Kreutz zur Wiederwahl.
Die Delegierten der KEG Deutschlands beim Kongress, von links nach rechts:
Katja Voigt (Sachsen), Gerlinde Kohl (Baden-Württemberg), Sabine Kricheldorff (Schleswig Holstein), Margit Baufeld (Bayern),Maria Espelage (Niedersachesen)
Der Kongress am 26.03.2026 in Berlin trug den Titel:
Jetzt oder nie: Frauen. Macht. Demokratie
Die Begegnung mit Vertretungen aus über 40 Organisationen des dbb bot vielfältige Gelegenheiten sich über Frauenrechte und Gleichstellung auszutauschen.
Die dbb Bundesfrauenvertretung betont, dass Gleichstellung eine zentrale Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie ist. Vorsitzende Milanie Kreutz warnt, dass der aktuelle Zustand kein Fortschritt, sondern ein Stillstand sei: Frauen hätten weiterhin ungleichen Zugang zu Macht und seien in politischen Entscheidungsräumen unterrepräsentiert. Geschlechtergerechtigkeit sei kein Verlust für Männer, sondern ein gemeinsamer Gewinn.
Bundesministerin Karin Prien unterstreicht in ihrem Grußwort, dass Frauenrechte Menschenrechte sind und die Bundesregierung aktiv gegen den internationalen Backlash vorgeht. Sie bekennt sich klar zur Parität und kündigt einen Gesetzentwurf zur Entgeltgleichheit sowie Maßnahmen gegen digitale Gewalt an. Wichtig sei zudem ein gesellschaftlicher Wandel, der auch Männer einbezieht.
Justizministerin Stefanie Hubig betont, dass ein höherer Frauenanteil in Parlamenten notwendig sei, aber der Weg dorthin umstritten bleibt. Sie verweist auf strukturelle Hindernisse wie Care-Arbeit, parteiinterne Praktiken und unfaire Wahlkreisvergaben. Zudem kündigt sie an, Gesetzeslücken beim Schutz vor digitaler Gewalt zu schließen, da besonders Frauen massiv betroffen sind.
Presse des dbb:
dbb fauen wählen neue Geschäftsführung
Milanie Kreutz bleibt Vorsitzende – Tanja Küsgens rückt zur stellv. Vorsitzenden auf – neue Beisitzerinnen und Ehrenmitglieder.
Zu Beginn des 13. dbb bundesfrauenkongress haben die Delegierten der dbb bundesfrauenvertretung am 20. März 2026 ihre Geschäftsführung für die nächsten fünf Jahre neu gewählt.
Milanie Kreutz wurde als Vorsitzende der Geschäftsführung bestätigt. Kreutz ist seit 2020 Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung und seit 2022 stellv. dbb-Bundesvorsitzende. Ihre Heimatgewerkschaft ist die Deutsche Steuergewerkschaft (DSTG), bei der sie von 2012 bis 2020 Bundesfrauenvertreterin war. Sie bedankte sich bei den Delegierten für ihr Vertrauen und betonte: „Wir haben viel erreicht und ich werde mich weiterhin unermüdlich für die Frauen im öffentlichen Dienst einsetzen.“ Die dbb frauen seien mittlerweile ein gefragter Verband in der Frauen- und Gleichstellungspolitik. „Diesen Stand will ich gemeinsam mit der neuen Geschäftsführung noch weiter ausbauen und den mehr als drei Millionen Frauen im öffentlichen Dienst eine starke Stimme geben.“
Neue stellv. Vorsitzende ist Tanja Küsgens (Verband Bildung und Erziehung - VBE). Küsgens wurde 2021 bereits zur Beisitzerin in die Geschäftsführung gewählt. Sie löst damit Michaela Neersen ab, die 2020 zunächst zur Beisitzerin, ab 2021 dann zur stellv. Vorsitzenden gewählt wurde. Neersen war nicht erneut zur Wahl angetreten.
Als neue Beisitzerinnen wurden Valentina van Dornick (komba gewerkschaft), Sandra Schäfer (Bayerischer Beamtenbund -BBB) und Martina Scherer (Deutscher Philologenverband - DPhV) in die Geschäftsführung gewählt. Synnöve Nüchter (dbb berlin), seit 2020 Beisitzerin der Geschäftsführung, bleibt im Amt. Van Dornick, Schäfer und Scherer treten die Nachfolge von Elke Janßen und Sabine Wendt an; zudem wurde die bisherige Beisitzerin Tanja Küsgens zur stellv. Vorsitzenden gewählt. Janßen und Wendt waren nicht mehr zur Wahl angetreten.
Am 21. März 2026, dem zweiten Kongresstag, wählten die Delegierten Elke Janßen (Gewerkschaft der Sozialversicherung - GdS), Sabine Wendt (Deutsche Polizeigewerkschaft – DPolG) und Michaela Neersen (Gewerkschaft der Sozialverwaltung - GdV) zu Ehrenmitgliedern. Kreutz bedankte sich bei den scheidenden Mitgliedern: „Die drei haben Großes für die dbb frauen geleistet. Sie haben sich unermüdlich für Gleichstellung und Frauenrechte eingesetzt. Nicht nur in ihren Gewerkschaften und Landesbünden, sondern weit darüber hinaus im öffentlichen Dienst und in der Gesellschaft. Vielen Dank für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und alles Gute für die Zukunft.“
Hintergrund:
Alle fünf Jahre tritt der dbb bundesfrauenkongress, das höchste Gremium der dbb bundesfrauenvertretung, zusammen, um eine neue Geschäftsführung zu wählen und um die Grundsätze für die frauenpolitische Arbeit im dbb beamtenbund und tarifunion festzulegen.